Use Cases

Optimale Lieferantenauswahl
Der Use Case Optimale Lieferantenauswahl ermöglicht eine datenbasierte und nachvollziehbare Auswahl von Lieferanten auf Grundlage strukturierter und vergleichbarer Informationen. Durch die Integration relevanter Daten zu Kosten, Verfügbarkeit, Qualität, Nachhaltigkeit und logistischen Rahmenbedingungen entsteht eine konsistente Entscheidungsbasis, auf deren Grundlage Lieferanten systematisch bewertet und projektspezifisch ausgewählt werden können.
Dies erhöht die Transparenz über die Leistungsfähigkeit von Lieferanten und verbessert die Qualität von Beschaffungsentscheidungen, da diese nicht mehr auf fragmentierten Informationen, sondern auf standardisierten Datensätzen beruhen. Gleichzeitig können Nachhaltigkeitskriterien gezielt in den Auswahlprozess integriert werden, wodurch nachhaltige Beschaffungsstrategien unterstützt und regulatorische Anforderungen besser berücksichtigt werden können.
Die strukturierte Bewertung von Lieferanten trägt zudem dazu bei, Risiken in der Lieferkette frühzeitig zu erkennen und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Dadurch können potenzielle Verzögerungen, Ausfälle oder Qualitätsprobleme bereits im Vorfeld reduziert werden. Gleichzeitig schafft die standardisierte Datenbasis die Voraussetzung für wiederholbare und skalierbare Beschaffungsprozesse und verbessert die Abstimmung mit nachgelagerten Prozessen, insbesondere in Logistik und Bauausführung.
Supply Chain-/Logistikmanagement
Der Use Case Supply Chain-/Logistikmanagement ermöglicht die durchgängige, datenbasierte Steuerung von Lieferketten und logistischen Prozessen im Bauprojekt. Durch die strukturierte Erfassung und Vernetzung von Lieferketten-, Transport- und Projektdaten entsteht eine konsistente Informationsbasis, auf deren Grundlage Materialflüsse, Lieferungen und Baustellenlogistik präziser geplant und auf den Bauablauf abgestimmt werden können.
Dies verbessert die Planbarkeit logistischer Prozesse und erhöht die Transparenz über Materialflüsse, Standorte und Kapazitäten. Gleichzeitig können Risiken und Störungen in der Lieferkette frühzeitig erkannt und gezielt gesteuert werden. Durch die optimierte Koordination von Transporten und Lieferungen können im Projektkontext Einsparungen bei Transport- und Betriebskosten von etwa 5–15 % erzielt werden. Zusätzlich lassen sich bau- und logistikbedingte Zusatzkosten um etwa 3–8 % reduzieren, da ungeplante Lieferungen, Wartezeiten und Mehrfachtransporte verringert werden.
Darüber hinaus trägt die effizientere Planung logistischer Abläufe dazu bei, den Kraftstoffverbrauch im Projektkontext um etwa 5 % zu senken.
KI-gestütztes Risikomanagement
Im Use Case KI-gestütztes Risikomanagement entwickelt Construct-X die Grundlage für ein datenbasiertes Frühwarn- und Entscheidungsunterstützungssystem für Lieferketten. Öffentliche Datenquellen, Newsfeeds und Wetterdaten werden KI-gestützt ausgewertet, Risiken identifiziert und Standorten sowie Transportbeziehungen zugeordnet. Referenzprozesse und Datenmodelle bilden die Basis für die Simulation von Auswirkungen und die Ableitung priorisierter Handlungsempfehlungen.
Vernetzte Planung
Im Use Case Vernetzte Planung entwickelt Construct-X die Grundlage für eine durchgängige, modellbasierte Zusammenarbeit zwischen Planung, Produktauswahl, Vergabe und Bauausführung. Ziel ist die Reduktion von Medienbrüchen und die frühzeitige Berücksichtigung von Abhängigkeiten zwischen Planung und Ausführung. Referenzprozesse, Datenmodelle und Schnittstellen schaffen eine gemeinsame Datenbasis für eine konsistente und vernetzte Projektabwicklung.
Baupreisermittlung
Im Use Case Baupreisermittlung entwickelt Construct-X die Grundlage für eine präzise und fortschreibbare Kalkulation von Baupreisen über Planung und Ausführung hinweg. Verknüpfte BIM-, Leistungs- und Termininformationen ermöglichen die strukturierte Ableitung kalkulationsrelevanter Parameter. Referenzprozesse und Datenmodelle schaffen die Basis für eine datenbasierte, simulationsgestützte Baupreisermittlung und die Einbindung aktueller Markt- und Angebotsdaten.
Bauablaufplanung (nach BIM Lean Prinzipien)
Im Use Case Bauablaufplanung entwickelt Construct-X die Grundlage für eine BIM- und Lean-basierte Steuerung der Bauausführung. Digitale Aktivitäten werden in konkrete Tages- und Wochenaufgaben übersetzt, mit Ressourcen abgeglichen und über Echtzeitinformationen fortgeschrieben. Referenzprozesse, Ontologien und Datenmodelle ermöglichen eine transparente Abstimmung zwischen Baustelle, Büro und Partnern sowie eine verlässliche Koordination im Bauprozess.
Leistungsmeldung/Baustellencontrolling
Der Use Case Leistungsmeldung / Baustellencontrolling ermöglicht die kontinuierliche, digitale Erfassung und Auswertung des Baufortschritts und schafft damit eine aktuelle und konsistente Datengrundlage für die Projektsteuerung. Durch den Wegfall manueller Datenerhebung und die reduzierte Abstimmung vor Ort kann sich der Aufwand für Fortschrittskontrolle und Koordination um bis zu 5 Stunden pro Woche verringern. Gleichzeitig ermöglicht der automatisierte Abgleich von Soll- und Ist-Zuständen eine Reduktion des Aufwands für die Terminkontrolle um bis zu 50 %.
Die digitale Verfügbarkeit von Fortschrittsdaten erhöht die Transparenz über den Projektstatus und ermöglicht eine frühzeitige Erkennung von Abweichungen und Risiken. Dadurch können Maßnahmen schneller eingeleitet und Bauabläufe gezielter gesteuert werden. Zudem reduziert sich durch die geringere Notwendigkeit von Vor-Ort-Terminen die Fahrzeit im Projektkontext um etwa 25 %.
ESG-Dokumentation und Umweltberichterstattung
Der Use Case ESG-Dokumentation und Umweltberichterstattung ermöglicht die strukturierte und maschinenlesbare Bereitstellung von Nachhaltigkeits- und Projektanforderungen sowie deren durchgängige Nutzung im gesamten Projektverlauf. Durch die standardisierte Verfügbarkeit dieser Daten entfällt die wiederholte manuelle Zusammenstellung von Informationen aus unterschiedlichen Quellen, wodurch sich der Aufwand für Datenerfassung und Abstimmung um etwa 1–5 Arbeitstagen pro Projekt verringern kann. Gleichzeitig ermöglichen strukturierte Daten und maschinenlesbare Anforderungen die teilweise Automatisierung von Prüf- und Freigabeprozessen, wodurch sich Abstimmungs- und Dokumentationsprozesse um bis zu 1–2 Wochen pro Projekt verkürzen können.
Darüber hinaus stehen relevante Informationen zu Materialien, Produkten und Umweltwirkungen konsistent und ohne Medienbrüche über alle Projektphasen hinweg zur Verfügung. Dies ermöglicht es, Nachhaltigkeitsbewertungen und Ökobilanzen bereits in frühen Projektphasen durchzuführen und im weiteren Verlauf kontinuierlich fortzuschreiben. Die strukturierte Datenbasis verbessert zugleich die Nachweisfähigkeit gegenüber regulatorischen Anforderungen und Zertifizierungssystemen, da projektspezifische Anforderungen systematisch dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar bereitgestellt werden können.
Erstellung von Materialdatenpässen
Der Use Case Materialdatenpässe ermöglicht die strukturierte und maschinenlesbare Bereitstellung von Produkt- und Materialdaten sowie deren durchgängige Nutzung über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks. Dadurch können Informationen von der Planung über die Ausführung bis hin zu Betrieb und Rückbau konsistent und ohne Medienbrüche genutzt werden. Einmal bereitgestellte Daten müssen nicht mehrfach erfasst werden, wodurch redundante Datenerhebung und Informationsverluste vermieden werden.
Die standardisierte Datenbasis ermöglicht die Integration von Produkt- und Materialinformationen in digitale Planungs-, Ausführungs- und Logistikprozesse und stellt sicher, dass relevante Informationen jederzeit nachvollziehbar zur Verfügung stehen. Dies erhöht die Transparenz über eingesetzte Materialien und verbessert die Entscheidungsgrundlage entlang der Wertschöpfungskette.
Zugleich können die Daten für Nachhaltigkeitsbewertungen, Ökobilanzen und Zertifizierungen genutzt werden und bilden die Grundlage für zirkuläre Anwendungen, indem Materialien am Ende ihres Lebenszyklus identifiziert, wiederverwendet oder recycelt werden können.
Baustellenautomatisierung
Der Use Case Baustellenautomatisierung definiert die Anforderungen an eine datenbasierte Automatisierung von Bauprozessen. Ziel ist die Überführung von BIM-Modellen und Bauablaufplanung in eine Echtzeitsteuerung von Maschinen, Transporten und Einbauprozessen. Durch die Vernetzung von Edge- und Cloud-Komponenten entstehen adaptive Prozessketten, in denen Produktion, Logistik und Ausführung synchronisiert werden. Construct-X schafft dafür die interoperable Datenbasis für eine skalierbare, teil- bis vollautomatisierte Baustelle.